Rheologie (rheology)

Reale Materialien verhalten sich bei mechanischer Beanspruchung in der Regel nicht wie ideal-elastische Festkörper und ideal-viskose Flüssigkeiten, die ausführlich in den Lehrveranstaltungen "Technische Mechanik" und "Strömungsmechanik" behandelt wurden. Für den Materialwissenschaftler, der mit Materialien von der Synthese über die Verarbeitung bis hin zur Anwendung konfrontiert ist, ist es folglich von immanenter Bedeutung, über Kenntisse des mechanischen Verhaltens realer Materialien zu verfügen.

Die Rheologie (abgeleitet von den griechischen Begriffen ρεω - fließen und λογος - das Wort, die Wissenschaft) beschäftigt sich mit dem mechanischen Verhalten nichtklassischer Materialien. Dabei ist die Unterscheidung zwischen Festkörper und Flüssigkeit ein eher untergeordnetes Problem, da das jeweilige mechanische Verhalten unter isothermen und/oder isobaren Bedingungen im wesentlichen von der Beanspruchungszeit bestimmt wird.

 

Schwerpunkte der Grundvorlesung sind

  • Einführung
  • stationäre, instationäre und oszillatorische Scherströmung
  • Dehnströmungen
  • einfache rheologische Materialgesetze
  • Einführung in die Scherrheometrie

Schwerpunkte der Vorlesung "Rheologie komplexer Systeme" sind

  • Relativkinematik
  • kontinuumsmechanische Materialtheorie
  • nichtlineare Materialgesetze
  • Strukturrheologie

Die Vorlesungsschwerpunkte werden durch Übungen und ein rheologisches Praktikum vertieft.

Die Lehrveranstaltungen sind offen für interessierte Hörer anderer Fakultäten.




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  » letzte Aktualisierung: 21.11.2018
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